Deutscher Marinebund e.V.
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Marinekameradschaft Herten / Westerholt 1908 e.V.

 

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Ende einer Ära…

Minenjagdboot „Herten“ außer Dienst gestellt

Nach rund 25 Jahren endete die Patenschaft zwischen dem Minenjagdboot „Herten“ und der Stadt Herten mit der Außerdienststellung des Bootes im Marinearsenal Kiel am 30. Juni 2016. Die Patenschaft hatte ihren Ursprung in dem damaligen Schnellen Minensuchboot „Jupiter“ welches in den Jahren 1961 bis 1989 im Dienst für die damalige Bundesmarine war. Die Beziehung zur „Herten“ begann mit der Taufe des Bootes auf der Kröger-Werft in Rendsburg durch die Karin Wessel Ehefrau des damaligen Hertener Bürgermeisters Willi Wessel am 21. Dezember 1989. Nach diversen Erprobungsfahrten erfolgte die Indienststellung am 26. März 1991 für das 5. Minensuchgeschwader im damaligen Marinestützpunkt Olpenitz bei Kappeln a. d. Schlei. Die damalige Typbezeichnung lautete Schnelles Minensuchboot, oder Klasse 343. Mit Umbau zum Minenjagdboot der Klasse 333 im Jahre 2000 erfolgte auch der Unterstellungswechsel in das 3. Minensuchgeschwader und mit Auflösung des Marinestützpunktes Olpenitz im Jahre 2006 die Verlegung nach Kiel. Die Einsatz- und Übungsfahrten führten Boot und Besatzung durch Nord- und Ostsee, sowie durch das Mittelmeer bis ins Schwarze Meer und auch nach Djibouti und Kuweit. Zusammen mit dem Schwesterboot „Überherrn“, welches gemeinsam mit der „Herten“ außer Dienst gestellt wurde, haben beide Boote mehr als 40.000 Seemeilen bei Einsatz- und Übungsfahrten absolviert. So hatte die Besatzung der „Herten“ im Rahmen des UN-Einsatzes UNIFIL vor dem Libanon die „Überherrn“ übernommen, während die „Überherrn“-Besatzung die „Herten“ in Kiel betreute. Aus dieser Zeit stammt das Synonym der „Über-Herten“. Im Normalfall ist eine Außerdienststellung ein kurzes militärisches Zeremoniell. Im Rahmen der „Herten“ und der „Überherrn“ wurde aber wegen der über Jahre gelebten Patenschaft abgewichen. So nahm aus der Patenstadt Herten eine Delegation von Rat und Verwaltung unter Führung des ehemaligen stellvertretenden Bürgermeister Karl-Heinz Forst eine Abordnung der Marinekameradschaft unter Leitung des stellvertretenden Vorsitzenden Ulrich Dunker an den Außerdienststellungsfeierlichkeiten teil. In seiner Rede unterstrich der stellvertretende Kommandeur des 3. Minensuchgeschwaders insbesondere die Patenschaftspflege und den Werdegang beider Boote. Erwähnenswert ist auch, dass, bis auf zwei Ausnahmen alle ehemaligen Kommandanten der „Herten“ an der Zeremonie teilnahmen. Spätestens bei dem Kommando „Hol nieder Flagge!“ hatte auch der Himmel ein Einsehen und vergoss dicke Tropfen. Insbesondere von der „Herten“ waren neben den ehemaligen Kommandanten viele ehemalige Besatzungsmitglieder nach Kiel gekommen, sodass viele alte Erinnerungen ausgetauscht wurden. Die Vertreter der Stadt Herten erhielten als Erinnerung an die Patenstadt die Patenschaftsurkunde zurück. Hinzu kamen Schiffsglocke, Wappen, Namenszug und die letzte Dienstflagge des Bootes. Diese Traditionsgegenstände werden einen würdigen Platz in Herten erhalten. Auf die Frage: „Wann gibt es ein Ehemaligentreffen?“ Lautete die Antwort: „Vielleicht in einem Jahr. Vielleicht in Herten.“

 


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