Deutscher Marinebund e.V.
- Landesverband Westfalen -

Marinekameradschaft Bockum-Hövel

 

Home 
Termine 
Bezirke 
Berichte 
Fregatte NRW 
Shanty 
Reservisten 
Chronik 
Links 
Kontakt 
Impressum 
Datenschutz 
[Home][Berichte][MK Bokum]

 

Mitreißender Abend zum runden Geburtstag

Marinekameradschaft Bockum-Hövel feiert das 90-jährige Bestehen

Bockum-Hövel -Die Overbergstuben wurden am Samstagabend zur Hafenkneipe, denn die Mitglieder der Marinekameradschaft Bockum-Hövel begingen ihr 90-jähriges Bestehen mit jeder Menge Live-Musik. Mit Akkordeon, Gitarre und Cajon wurde aufgespielt und schnell verlagerte sich das Geschehen vom Saal in den Thekenbereich, wo auch die Gäste textsicher in die Lieder von Fernweh und Seefahrt einstimmten.

Nicht nur die reiche Geschichte der Kameradschaft, auch die erfolgreich überwundene Corona-Zeit freute die Mitglieder: „Noch in diesem Jahr haben wir einige Neuaufnahmen in unserer Jugendabteilung gehabt und mit dem großen Oktoberfest konnten wir schon ein gesellschaftliches Ausrufezeichen setzen“, so der Vorsitzende Jürgen Sommer. Das sei bei Jung und Alt gut angekommen.

Darüber hinaus sei die Kameradschaft, die allen Freunden der See offenstehe, vielfältig aktiv. „Erst heute früh haben wir die Sedina, das Segelschiff der Kameradschaft, gemeinsam vom Möhnesee ins Winterlager verbracht“, so Sommer. Zudem hatten vor zwei Wochen noch drei Mitglieder die praktische Prüfung für den Sportbootführerschein See erfolgreich abgelegt. Nach der Feier werde in der kommenden Woche wieder fleißig gemeinsam für die theoretische Prüfung gelernt.


 

 

Freude entlang der Autobahn

Gestrandete Trucker werden rund um Hamm zu Weihnachten beschert

Hamm – Heinz Schmied, stellvertretender Leiter des Landesverbands (LV) Westfalen und Jugendleiter im LV organisierte bereits zum siebten Malmit Silke Gröschner einen lieben Gruß für Berufskraftfahrer: Mit Nikolaustüten sorgten sie für ein Lächeln während der langweiligen Wartezeit an Weihnachten.

Wenn Seeleute in einem Hafen stranden, dann helfen die Seemannsheime. Dort ist man unter sich, gestaltet die Freizeit und bei Problemen wird geholfen. Einsame Tage, gerade wie zuletzt an Weihnachten, kennen aber auch die LKW-Fahrer, die sich auch mal länger an den Autobahnraststätten einrichten müssen. Schmied kennt das Schicksal der Trucker, die auchrund Rund um Hamm, entlang der A1 und A2, die Feiertage verbringen mussten, aus eigener Erfahrung.

An den Raststätten an der Autobahn 2, in Rhyner und dem Rastpark Lippetal in Uentrop, sowie dem Tankhof Bockum-Hövel/Werne an der A1, sorgte das Duo, unterstützt von Gröschners Tochter Jana, für einen kurzen Moment der Zuwendung: „Da konnte uns auch der Virus nicht von abhalten“, sagt Gröschner. Sie würden schon sehr auf den Abstand und die Maskenpflicht achten, somit fühlten sie sich sicher. Für dieses Jahr hatten die Ehrenamtler 280 Nikolaustüten vorbereitet und neben den Fahrern, bekamen auch die Mitarbeiter der Raststätten eine Tüte.

„Wer dann einmal die die emotionale Dankbarkeit erlebt hat, der weiß um den Trennungsschmerz der Fahrer“, sagt Schmied. Viele lehnten zunächst ab, da sie nicht damit rechnen beschenkt zu werden, sagt Schmied. Das sei aber meist schnell geklärt und dann freuten sich die Trucker wie die Kinder. Am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag herrscht ein Fahrverbot, dazu kommt die Planung der Speditionen, sodass viele auch länger an ihre Standplätze gefesselt sind. „Bei mir geht es zum Glück Montag wieder weiter“, sagte der überraschte Lukasz Szkipek aus Polen, den es nach Uentrop verschlagen hat. Er kenne so etwas Nettes bislang gar nicht und freue sich darüber sehr.

„Die meisten Fahrer sind ja aus Osteuropa und die haben gar nicht das Geld, um sich den Aufenthalt zu verschönern“, weiß Silke Gröschner, deren verstorbener Mann selbst Fernfahrer war. Schmied war selbst lange Kraftfahrer und so begannen sie schließlich mit diesem Einsatz. „In diesem Jahr mussten wir gar nicht so viel einpacken, da wir über Sponsoren bereits 140 fertige Tüten mit einem Nikolaus und anderen Süßigkeiten bekamen“, so Schmied.

So waren sie nur rund sechs Stunden mit Packen beschäftigt und konnten am 1. Weihnachtstag pünktlich mit ihrer Bescherungs-Tournee beginnen. Damit sie die Fahrer beschenken können ohne zu stören, gehen die Helfer systematisch vor : Sobald sich im Führerhaus etwas bewegt, wird geklopft. „Wenn alles still ist, lassen wir die Fahrer natürlich schlafen“, sagt Gröschner. Für diesen Fall hinterlassen sie dann noch einige Tüten an den Raststätten, die von den Mitarbeitern ausgegeben werden. „Die wissen ja, wer an diesen ruhigeren Tagen zu ihrer Kundschaft gehört“, so Schmied.

Konstantin Schierl, der am Rastpark Lippetal arbeitet, unterstützt die Aktion gerne: „Gerade jetzt wird ja auch durch die Grenzproblematiken einiges an Aufenthalten länger. Umso mehr finde ich das eine klasse Idee.“ Unterstützung erfahren die Beschenker auch von anderer Seite: „Wir machen das ja ehrenamtlich und können nicht alles selbst kaufen“, sagt Schmied. Umso erfreuter seien sie darüber, dass sie unmittelbar vor Weihnachten in einigen Geschäften die übrig gebliebene Weihnachtsware kostenlos abholen dürften. Dann werde, je nachdem was sie erhalten umgepackt. „Gerade zu Weihnachten denkt ja niemand sonst an die Trucker“, so Gröschner.- pk


Heinz Schmied, Silke Gröschner und Raststättenmitarbeiter Konstantin Schierl.


Silke Gröschner, Trucker Lukasz Szkipek und Heinz Schmied bei der Bescherung

 


Schwebendes Boot für das Ehrenamt

Marinekameradschaft Bockum-Hövel erhält Hilfe bei seinem neuesten Projekt

Bockum-Hövel – Ein ebenso ehrgeiziges, wie attraktives Projekt treibt derzeit die Mitglieder der Marinekameradschaft (MK) Bockum-Hövel um: Sie haben „Hannes“, einen längere Zeit ungenutzten Marinekutter, von der MK Heessen übernommen und wollen ihn nun gründlich aufarbeiten. Mit viel Einsatz und Hilfe gelang ihnen nun der erste Schritt zur Sanierung.

Bevor die Mitglieder der Marinekameradschaft das Projekt angingen, hatten sie sich erstmal intensiv mit dem Gedanken auseinandergesetzt. „Nachdem den Kameraden in Heessen das Vereinsheim abgebrannt wurde, mussten sie den Kutter zunächst einlagern“, sagt der 1. Vorsitzende der Bockum-Höveler Marinekameradschaft, Jürgen Sommer. Schließlich hätten sie jemanden gesucht, der den Kutter zum symbolischen Preis von einem Euro übernimmt. Die Voraussetzung war, das Boot zu sanieren und einem guten Zweck zuzuführen. An dem Zweck mangelt es nicht: Alleine die Jugendabteilung bildet mit 15 Mitgliedern die Hälfte der Gesamtmitglieder der Kameradschaft.

„Da können wir den Kutter zukünftig als schwimmende Bootsschule und zu Ausbildungsfahrten nutzen“, sagt Heinz Schmied, Bezirksleiter des Marinebundes und Leiter der Bockum-Höveler Jugendabteilung.Zwar verfügt die Kameradschaft bereits über das Segelboot „Sedina“, das am Edersee liegt. Doch für die elementaren, amtlichen Sportbootführerscheine See und Binnen, deren Ausbildung für die Kameradschaftsmitglieder kostenlos angeboten wird, wird auch ein Motorboot benötigt. So schlugen die Mitglieder zu und übernahmen den „Kutter mit Auftrag“.

„Da wir mit unserer Jugendabteilung ja nur in der Freizeit arbeiten können, haben wir zunächst einen Standplatz benötigt, der längere Zeit möglichst kostenlos zu Verfügung steht“, erklärt der Leiter der Jugendabteilung, Heinz Schmied. Dieser wurde durch ein Mitglied bei einem großen Industrieunternehmen gefunden. Dann hieß es, dass 8,5 Meter lange und 2,5 Tonnen schwere Boot dorthin zu bringen. Erneut waren es Kontakte und Unterstützung von außen, die das unmögliche möglich machten: Die Spedition Watzlawek Logistik stellte einen Sattelschlepper samt Fahrer und der Kranservice Dirk Zeller einen großen, mobilen Kranwagen samt Führer zur Verfügung.

Dann war es soweit: Am Yachtclub Nautico trafen am Samstagmorgen die Marinekameraden, Kran und LKW zusammen und hoben den Kutter vom Liegeplatz auf den LKW. Als sich das Boot doch schwerer als erwartet entpuppte, gingen einige Mitglieder der Jugendabteilung gleich ans Werk, und rissen den morschen Steuerstand ab. Dann passte alles, das Boot schwebte auf den LKW und die Fahrt zum Industriegelände begann. Dort angekommen ging alles ganz schnell, denn die Mitglieder hatten mit Paletten, die vom Dachdeckerbetrieb Frittgen zur Verfügung gestellt wurden, schon im Vorfeld ein geeignetes „Trockendock“ gebaut.

Jetzt werden noch Spenden zusammengetragen, um die Farben, den Anti-Fouling-Anstrich und einige weitere Mittel zusammenzutragen. Sobald dann das Wetter mitspielt, legen die Wasser-Freunde Hand an. „Bei uns muss ja niemand bei der Marine gewesen sein“, ergänzt Sommer noch. Die Liebe zur See genüge völlig zur Mitgliedschaft. - pk


 

Abenteuer für die Bockum-Höveler Marine-Jugend

Ein ganz besonderes Abenteuer zugunsten der Jugendarbeit erlebten am vergangenen Wochenende Heinz Schmied und seine Mitstreiter von der Marinekameradschaft Bockum-Hövel. Mit viel Einsatz wurde das Ausbildungsboot „Sedina“, eine Segelyacht des Herstellers Bavaria mit fast acht Metern Länge, zum Edersee verlegt.

Der Trailer mit dem Boot machte einen imposanten Eindruck, der lange Mast war sicher über das Boot gelegt und befestigt worden und schon bald setzte sich das von einem gemieteten Transporter gezogene Gespann in Bewegung. Der zweite Vorsitzende Schmied fuhr in seinem Privatwagen mitund nach vier Stunden war das Ziel, die Krananlage von Rehbach am Edersee erreicht. Was dort folgte, sorgte für die ersten atemberaubenden Bilder: Das über zwei Tonnen schwere Boot wurde an dem auf einer Steilküste gelegenen Kran verzurrt und aus dem Trailer, über die Steilkante hinunter in den Edersee gesetzt. Das Team am Kran besteht aus erfahrenen Profis, doch trotzdem war allen Marinekameraden die Anspannung ins Gesicht geschrieben.

Nach dem Einsetzen machte sich der Fahrer mit dem Trailer auf den Rückweg, doch für die weiteren Mitglieder stand ein spannender Teil der Reise noch bevor: Die „Sedina“ musste vom Einsatzort in Rehbach zum gemieteten Bootssteg nach Bringhausen transportiert werden. Der Mast konnte nicht „Mal eben“ aufgestellt werden und auch der bootseigene, frisch überholte Volvo-Motor konnte nicht genutzt werden.Der Einsatz von Verbrennungsmotoren ist nämlich aus Umweltschutzgründen auf dem 11,80 Quadratkilometer großen Edersee für Privat-Skipper nicht erlaubt.

Doch dafür hatte Schmied vorgesorgt: Eine Holzkonstruktion wurde an der backbordseitigen Badeleiter verschraubt und zwei Elektro-Außenbordmotoren waren schnell daran angebracht. Gemeinsam schafften es die, aufgrund ihrer geringeren Leistung als „Flautenschieber“ bekannten Elektromotoren, das imposante Segelboot quer über den See zu „seinem“ Liegeplatz zu bringen. Zahlreiche Gespräche mit anderen Skippern, die tollen Aussichten vom See aus, sowie ein kühles Getränk rundeten den gelungenen Samstag schließlich ab.

Zukünftig kann die Jugendabteilung der Marinekameradschaft Bockum-Hövel, die immerhin 15 Mitglieder aufbietet, seine maritime Ausbildung auf dem See vervollkommnen. „Ich bin glücklich, dass alles so gut geklappt hat“, sagte Schmied, der auch Jugendreferent im Landesverband Westfalen ist. Die Bedingungen seien ideal, denn als Gruppe können die Jugendlichen auf einem nahen gelegenen Campingplatz unterkommen und sich dann tagsüber auf dem See tummeln.

Peter Körtling

Die „Sedina“ ist Eigentum des DMB und wurde der Jugendgruppe der MK Bockum-Hövel für die seemännische Ausbildung zur Verfügung gestellt. Es handelt sich um eine Segelyacht des Typs „Bavaria 770“. Das Boot steht allen Jugendgruppen des DMB nach vorheriger Terminabsprache mit dem Landesjugendreferenten Westfalen, Heinz Schmied zur Verfügung. Die Kontaktdaten können dem Internet entnommen werden.


 

Copyright(c) 2007 LV Westfalen. Alle Rechte vorbehalten.
Info@dmb-lv-westfalen.de